Navigation

Zum navigieren haben wir das Handy benutzt. Ein eigenes Navi hatten wir nicht. Apps haben wir mehrere probiert. In Nordamerika benutzten wir immer Here we go. Man kann sich die Karten für die Offline Navigation auf das Handy laden und die App hat in den USA die Meilen in Kilometer umgerechnet. Das war extrem praktisch. Leider hat die App in Lateinamerika nicht mehr funktioniert. Zu wenig Daten für die Routenführung, meldete das Programm immer. Daher sind wir auf Google Maps mit seinen Offline Karten umgeschwenkt. Auf der Lagunenroute in Bolivien haben wir Maps.me benutzt. Kurzzeitig haben wir auch Magic Earth ausprobiert. Bei allen Programmen kann man die Karten auf das Handy laden und offline navigieren. Alles in allem funktionierte die Navigation sehr gut und zuverlässig. Vor allem in den Städten ist sie aus unserer Sicht unverzichtbar.

Fahrzeug

Unser Fahrzeug ist ein Volkswagen California Beach 4Motion, Baujahr 2013, mit 140 PS TDI Motor. Original ist er ein 7 Sitzer. Wir haben ihn mit 6 Sitzen gekauft, aber den 6. Sitz herausgenommen. Vor der Reise haben wir folgendes geändert. Einbau einer Modulküche, eines Heckauszuges (sehr praktisch) und einer Dachbox im Innenraum. Durch das verbaute Seikel Fahrwerk und die größeren All Terrain Reifen liegt das Auto jetzt 5 cm höher und fährt sich wunderbar. Auch ein Unterbodenschutz wurde angebracht. Montiert haben wir Yokohama Geolandar AT. Nach ca. 35.000 km haben wir vorne 2 neue Maxxis Bravo AT montiert. Durch die größeren Reifen passt das Reserverad nicht mehr unter das Auto. Wir haben es deshalb auf dem Dach montiert. Der California Beach hat standardmäßig außen keinen Stromanschluss. Wir haben dafür einen Stecker in den Motorraum verlegt. Damit können wir uns auf den Campingplätzen an das Stromnetz anschließen oder die zwei Batterien mit den Sonnenkollektoren laden. Geschlafen haben wir immer unten, wir ließen die Sitzbank immer umgeklappt. So sparten wir uns das ständige Umbauen. Durch das Aufstelldach können wir doch im inneren stehen. Öl und Ölfilter haben wir 3 Mal gewechselt. In Kanada, den USA und in Bolivien. Bei den VW Werkstätten war es kein Problem, wir kamen immer sofort dran. Luftfilter und Dieselfilter hatten sie jedoch nie auf Lager, auch weil der California in ganz Amerika nicht verkauft wird. Wir sind über 40.000 km gefahren und der Durchschnittsverbraucht betrug 9,5 l auf 100 Kilometer. Der Cali hat sich als extrem zuverlässig erwiesen. Kein Defekt, kein Schaden, niemals stecken geblieben, keinen einzigen Platten. 

Tanken in Nordamerika

Das Tanken in Nordamerika unterscheidet sich wesentlich von Europa. Zuerst haben nicht alle Tankstellen bzw. Zapfsäulen Diesel. Man muss zuerst schauen. An der Tankstelle einfach volltanken und danach zahlen, funktioniert nicht. Zuerst muss man zum Tankwart und ihm sagen, wieviel man tanken möchte, wieviel Liter oder um welchen Betrag. Erst nachdem man bezahlt hat, kann man tanken. Meistens muss man dann noch eine Taste drücken oder einen Hebel umlegen, bevor der Treibstoff fließt.

Telefonieren und Internet 

Zuerst haben wir für Kanada eine SIM-Karte von Lucky Mobile gekauft. Sie haben viele Angebote mit unterschiedlichen Datenvolumen. Im Verhältnis sind Internet Tarife in Kanada aber eher teuer. Deshalb haben wir uns dann für das Angebot unseres italienischen Telefonanbieters TIM Mobile entschieden, das 10 GB Datenvolumen plus Gesprächsminuten für 20,00 Euro pro Monat für Kanada, USA und Brasilien beinhaltete. Die Netzabdeckung in Nordamerika ist nicht berauschend, die Geschwindigkeit in Stadtnähe aber gut. 

Ab Mexico haben wir dann in jedem Land eine eigene SIM-Karte gekauft. Welchen der großen Anbieter man wählt ist eher zweitrangig. Die Netzabdeckung ist überall sehr gut, die Internet Geschwindigkeit aber unterschiedlich. Die Kosten für eine SIM-Karte sind gering und das inkludierte Datenvolumen meist ausreichend, WhatsApp gibt es unlimitiert dazu. In Argentinien und Chile benötigt man aber für die Aktivierung der SIM-Karte eine DNI, also eine inländische Ausweisnummer. Uns hat deshalb der Verkäufer die Karte aktiviert. 

Fahrzeugversicherung

Eine Autoversicherung für Nordamerika (USA und Kanada) ist verpflichtend vorgeschrieben und sehr schwierig zu bekommen. Wir haben bereits von zu Hause aus eine Fahrzeugversicherung bei Thum Insurance abgeschlossen. Diese wurde von der Firma Seabridge vermittelt. Für Mexico haben wir online eine Versicherung bei Mexpro abgeschlossen. Das funktionierte einwandfrei und die Polizze kam innerhalb weniger Tage per E-Mail. In Guatemala, El Salvador und Honduras waren keine Versicherungen vorgeschrieben, so fuhren wir ohne. In Nicaragua, Costa Rica, Panama und Peru haben wir direkt an der Grenze eine Versicherung abgeschlossen. Auch für Kolumbien ist eine Versicherung vorgeschrieben, die wir in Cartagena abschlossen, während wir auf das Auto warteten. Für Ecuador ist keine Versicherung vorgeschrieben, wir fuhren wieder ohne. Für die Mercosur Staaten Chile, Argentinien und Bolivien haben wir eine Versicherung online auf www.abgefahren.info abgeschlossen. Das funktionierte auch problemlos. Auch Speiser Seguros hätte uns eine Versicherung angeboten.